Klang als Baustein im Heilungsprozess . . Klang als Weg . . Klang in der Therapie

„Den Körper als Ort des Wohlbefindens erleben“

Im therapeutischen Kontext kann Klang und Klangmassage als Komplementärbehandlung wertvolle Dienste im Sinne der Salutogenes leisten. Salutogenes als Stärkung des Gesunden und Aktivierung körpereigener Selbstheilungskräfte.

Klang im Rahmen eines therapeutischen Behandlungsplans geht über den reinen Entspannungs- und Wellnessgedanken einer Klangmassage hinaus. Klang als Baustein im Heilungsprozess kann und wird individuell, zielgerichtet auf Symptome und Ursachen ausgerichtet und erfolgt immer in Zusammenarbeit und Abstimmung mit Ärzten und Therapeuten.

Anwendungsbereiche von Klang können sein: Klang mit/nach einer Krebserkrankung, Burn-out, Schlaganfall, Parkinson, Durchblutungsstörungen, Störungen der Körperwahrnehmung, Lähmungserscheinungen, Schmerzen und vieles mehr.

  • Klang für die Unterstützung von Genesungsprozessen
  • Klang als Brücke zwischen Denken und Fühlen
  • Klang um die Körperwahrnehmung zu (re-)aktivieren.
  • Klang als sanfte Kraft, den Körper als Ort des eigenen Seins und des Wohlfühlens neu zu (er-)spüren.

Mit Klang den Fokus von Krankheit, Schmerzen oder sonstiger Beeinträchtigungen weglenken und  auf das Gesunde verlagern. Den Blick heben auf Wohlbefinden. Entspannung anbieten, loslassen und regenerieren. Zur Ruhe kommen, sich selber wieder spüren mit einem Gefühl des Wohlbefindens und Wohlseins.

Klang und die Klangmassage kann als eine Auszeit gestaltet werden. Eintauchen in einen Klangraum dabei entspannen, loslassen und aufhören. Aufhören einerseits im Sinne von beenden z.B. Stress, Ängste, Sorgen und kreisende Gedanken. Und andererseits aufhören im Sinne von Lauschen und auf den Klang hören. Den Klängen nachlauschen und nachspüren. Wo spüre ich Klang und wohin nimmt mich der Klang mit. Klang als Ur-Sinneserfahrung, wertfrei und mit positiver Wirkung auf physische und psychische Gesundheit.

Zur Beschreibung der Wirkung von Klang lassen sich vier Ebenen unterscheiden, wenn man denn einzelne Wirkbereiche unterscheiden möchte, denn Klang wirkt immer ganzheitlich und im Zusammenspiel über alle Ebenen hinaus.

Die vier Ebenen der Klangwirkung:

Auf der körperlichen Ebene wirkt Klang in Form von sanfter Massage und Entspannung. Eine Klanganwendung kann dabei helfen, Ängste abzubauen und Stress zu reduzieren. Klang und Klangmassage kann den Körper in seinem Bestreben nach Ausgleich und Harmonisierung unterstützen und somit die körpereigenen Selbstheilungskräfte aktiviert.

Klang wirkt auf der neuronalen Ebene. Das Gehirn ist lernfähig – ein Leben lang. Neurowissenschaftliche Forschungen und das tägliche Leben bestätigen dies immer wieder. Auch im hohen Alter können vielfältigste neue Fertigkeiten erlernt werden z.B. neue Sprachen oder das Schlagzeugspielen oder was auch immer. Wichtig sind das Üben und ein breites Zusammenspiel körperlicher, emotionaler und mentaler Impulse, Wahrnehmungen sowie extrinsischer und intrinsischer Motivationen.

Diese Lernfähigkeit des Gehirns wird auch als Plastizität oder Neuroplastizität des Gehirns bezeichnete. Sie ist dann besonders wichtig und gefordert, wenn Hirnareale verloren gegangen sind, zum Beispiel durch Unfall, Krankheit oder Schlaganfall. Mit gezieltem Training und positiv motivierenden „inneren Bildern“ können verloren gegangene Kompetenzen durch entsprechend neuordnender Vernetzungen im Gehirn wieder zurückgewonnen und erlernt werden.

Impulse aus Klanganwendungen und Klangmassagen können das Gehirn und Nervensystem dabei in seiner Neuroplastizität unterstützen. Die Sinnes-Eindrücke aus Klang: das Hören, das Fühlen, die Körperwahrnehmung und innere Bilder, die sich durch Klang entfalten, sind vielfältig. Sie stellen in ihrer Art ein komplexes Impuls- und Nervenreizmuster für das Nervensystem und die enorme Fähigkeit des Gehirns dar, sich immer wieder neuen Gegebenheiten anzupassen.

Auf der psychologischen Ebene ist es das limbische System, das durch Klang angesprochen wird. Klang kann Emotionen wecken und innere Bilder entstehen lassen, aber auch lösen und verändern. Ähnlich der Musiktherapie kann Klang ein Instrument der nonverbalen Kommunikation sein. Klang schafft Raum, schafft innere Räume. Klang lädt ein zum Loslassen und Auf-hören. Die Urerfahrungen von Klängen und Geräuschen aus der embryonalen Phase kann einen Raum von Sicherheit, Geborgenheit und Urvertrauen bilden.

Auf der energetischen Ebene wirkt Klang ausgleichend auf das Meridiansystem. Klangschwingungen werden über die Aura wahrnehmbar und können zur Harmonisierung der Chakren beitragen.

Nimmt man die vier Wirkungsebenen zusammen, ergibt sich ein komplexes Impulsgefüge, was den Körper, den Geist und auch die Seele und somit den gesamten Menschen in seinem Sein, in seiner Heilungsfähigkeit unterstützen kann. Und vielleicht ist es diese Heilungsfähigkeit im Sinne der Salutogenese, die Klanganwendungen als ein Baustein in einem Therapieplan einen wertvollen Platz einnehmen lässt.

Klang in der Therapie kann einen wertvollen Beitrag leisten, kann ein Baustein eines Gesundungsprozesses sein. Klang und Klangbehandlungen sind aber kein Ersatz für eine Diagnose und/oder medizinische Behandlung beim Arzt, Heilpraktiker oder Therapeuten. Klang ersetz nicht den Besuch beim Arzt, Heilpraktiker oder Therapeuten . . .

. . . und kann so wohltuend sein!

„Heilung heißt letztlich, um im musikalischen Bild zu bleiben, im Einklang mit sich selber zu sein. Das heißt, wenn in vollkommener Zufriedenheit der Ideal- und der Istzustand zur Deckung gekommen sind. Dieser Zustand schließt durchaus nicht aus, dass man an einer körperlichen Krankheit leidet, denn Einklang mit sich selbst und das trügerische Bild ewiger gesunder Jugend sind nicht das Gleiche.“

Dr. Otto Heinrisch Silber

Und was .  .  .

 . . . ist deine Inspiration?

. . . ist deine Vision?

. . . möchtes du weitergeben?

Meine Inspiration ist meine Erfahrung mit Klang. Persönliche Klangerlebnisse im Rahmen meiner Ausbildung und in der Arbeit mit Menschen und auch den Tieren. Sie findet sich in meinem persönlichen Lebensweg, meiner wissenschaftlichen Ausbildung und wie ich die Welt sehe. Denn die Welt ist Klang. Meine Inspiration ist die bewegende Kraft von Klang und Klangschwingungen.

Meine Vision ist meine Inspiration.

Meine Vision ist „Teil sein von . . .
Es ist die Überzeugung, mich und die Klangarbeit in einen therapeutischen Kontext einbringen zu können. Klang und Klangmassage als Baustein in einem ganzheitlichen Genesungsprozess. Komplementär und in interdisziplinärer Zusammenarbeit. Klang als Mittel der positiv wahrgenommenen Intervention.

Den Menschen mit Klängen abholen, wo er steht. Mit sanften Klangelementen begleiten, wohin sein Ziel ist. Und gestärkt gehen lassen.

Weitergeben möchte ich das „Mehr als . . . „
Klang ist mehr als Musik in meinen Ohren. Klangschwingungen können bewegen, ordnen, Impulse setzen. Mit Klang entspannen und Selbstheilungskräfte aktivieren. Mit Klang die Körperwahrnehmung stärken, das eigene Sein mit einem Gefühl von Wohlbefinden neu erleben.

Das Gesund stärken. Die Mitte stärken, denn „Aus der Mitte entspringt ein Fluss“. . .

Darüber hinaus möchte ich den Gedanken weitergeben, dass jeder Mensch, jedes Lebewesen zum Zeitpunkt der Geburt bereits alle Kompetenzen für den eigenen Lebensweg in sich trägt. Alle Antworten sind vorhanden. Aus dem Inneren heraus erwächst die eigene Realität, wie leicht oder schwer sie auch erscheinen mag. Doch sie ist weder in Stein gemeißelt, noch von außen vorgegeben. Es ist die Art, wie wir mit ihr umgehen.

„Die Realität ist nur eine Illusion, wenn auch eine sehr hartnäckige.“
Albert Einstein (1879 -1955, Physiker)

Literatur:
Die heilende Kraft der Klangmassage – Entspannen, Stress abbauen, Schmerz lösen mit Klangschalen, Peter Hess, IRISANA, 5. Aufl. 2018
Klangtherapie – Weg zur inneren Heilung, Otto-Heinrich Silber Im Gespräch mit Jürgen Hoeren, Herder Spektrum 2003
Klang erfahren mit Klang professionell arbeiten, Erfahrungsberichte und theoretische Hintergründe vom 3. Klang-Kongress 2006, Peter Hess und Christiane Koller (Hrsg.) Verlag Peter Hess, IRISANA, 5. Aufl. 2018
Die Macht der inneren Bilder, Gerald Hüther, Vandenhoeck & Ruprecht, 3. Aufl. 2006